Besteck im 16. Jahrhundert

Wozu Besteck? Nach dieser Maxime richten sich auch heute noch Millionen von Menschen und essen mit den Fingern, aber dieses Szenario wollen wir hier lieber ausklammern.

Die gängigen Utensilien, Messer, Gabel und Löffel gab es schon im 16. Jh., natürlich in abgewandelter Form; die Ursprünge, insbesondere für Löffel und Messer, reichen viel weiter zurück. Was man im weitesten Sinne als Löffel oder als Messer bezeichnen kann, ist faktisch so alt wie die Menschheitsgeschichte und hat sich im Laufe der Jahrhunderte in den verschiedensten Formen weiterentwickelt. Mit dem Unterschied, dass das Messer anfangs in erster Linie zum Zerkleinern der Speisen gedient hat und weniger zur eigentlichen Nahrungsaufnahme. Die Gabel hat im weiteren Verlauf der Entwicklung für manche Aufgaben quasi das Messer ersetzt, mit dem man ein Stück aus dem großen Topf auf den Teller hievte. Dies hat letztlich dazu geführt, die Gabel auch dafür zu verwenden, feste Nahrung vom Teller zum Mund zu führen. Allerdings hat die Gabel relativ spät eine breite Verwendung erfahren. Erst im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich allmählich die Etikette, mit Messer und Gabel zu essen.

Im 16.Jh. waren Löffel noch vielfach aus Holz gefertigt, diese TCutlery in the 16th centuryradition hat sich insofern bis heute gehalten, man denke nur an den hölzernen Kochlöffel, der in vielen Haushalten vorzufinden ist.

Neben Holz hat man im 16. Jh. auch schon Metall verwendet, was sich bei Messern sehr positiv ausgewirkt hat, aber auch letztlich für Löffel und Gabel keinen Nachteil bedeutete.

Wenn man heute auf die geschichtliche Entwicklung von Messer, Gabel und Löffel zurückblickt, fällt auf, wie schwer es die Gabel hatte, sich durchzusetzen. Teils wurde es als skandalös betrachtet, eine Gabel zu verwenden, teils wurde die Gabel als Werkzeug des Teufels betrachtet, alles Dinge, über die wir heute schmunzeln.

Die Entwicklung hat schließlich in neuerer Zeit dazu geführt, für bestimmte Zwecke unterschiedliche Löffel, Gabeln und Messer zu entwerfen, je nach Bedarf.

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