Das polnische Bildungssystem

In Polen ist das Bildungswesen etwas anders aufgebaut als in unseren Breitengraden. Nach einem obligatorischen Vorschuljahr wird es für die Schüler ernst.

Die Basis und erste Stufe bildet eine sechsjährige Grundschule, die sich in zwei Teilbereiche gliedert. Die ersten drei Jahre werden die Schüler in allen Fächern vom selben Lehrer unterrichtet, die anderen drei Jahre von entsprechenden Fachlehrern in den verschiedenen Fächern. In dieser zweiten Phase setzt auch der Fremdsprachenunterricht ein, der nunmehr in erster Linie Englisch umfasst. Außerdem wird auch Deutsch gerne als Fremdsprache erlernt, danach folgen Russisch und Französisch.

Das polnische Bildungssystem weist zur Benotung der schulischen Leistungen die ,6‘ als beste Note aus, die ,1‘ als schlechteste.

Mit drei weiteren Jahren in einem Gymnasium – als zweite Stufe – wird die Ausbildung der jungen Menschen fortgesetzt und mit einer Prüfung abgeschlossen.

Der Besuch einer staatlichen Schule ist in Polen kostenlos, Privatschulen sind natürlich mit Kosten verbunden.The Polish educational system Für die Lehrmittel, wie Bücher und ähnliches, muss man in jedem Fall selbst aufkommen. Auch für ein Studium an einer Universität werden keine Studiengebühren erhoben, wenn es sich um ein Vollzeitstudium handelt.

Danach geht es in die dritte Stufe und die schulische Ausbildung wird in bestimmte Bahnen gelenkt und dafür stehen mehrere Wege offen:

  • mit einer zwei- bis dreijährigen schulischen Berufsausbildung zum Facharbeiter
  • mit einem dreijährigen allgemeinbildenden Lyzeum mit abschließendem Abitur
  • mit einem dreijährigen sog. profilierten Lyzeum mit Abitur und Berufsvorbereitung
  • mit einem vierjährigen Technikum, das Berufsausbildung und abschließend Abitur beinhaltet.

Eine bestandene Abiturprüfung ist für eine eventuelles Studium ohnedies zwingend vorgeschrieben. Im ganzen Land stehen 18 Universitäten und noch zahlreiche Hochschulen unterschiedlichster Ausrichtung, die Universitäten gleichgestellt sind, von der Musikhochschule bis hin zur Militärakademie, von der Sporthochschule bis zu pädagogischen Bildungseinrichtungen, Landwirtschaftsuniversitäten und Wirtschaftshochschulen. Der Besuch einer solchen Einrichtung führt normal zur einer Promotion, sei es, dass man einen Magister- oder gar einen Doktortitel erhält.

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