Polen kann man völlig zurecht als eine Kulturnation bezeichnen. Sei es nun Musik, Literatur, Theater oder Bildende Kunst. Polen hat auf allen Gebieten bedeutende Werke aufzuweisen und heute ist das kulturelle Leben in Polen so präsent wie kaum zuvor.

Der Komponist Frédéric ChopinFrédéric Chopin (geb. 1810) ist nicht nur in Polen mehr oder weniger eine Ikone, sein Name und seine Werke sind weltberühmt. Chopin hat zahlreiche Klavierkompositionen geschrieben und welche Bedeutung Chopin für Polen hat, kann man daran ablesen, dass regelmäßigiInternationale Chopin-Musikwettbewerbe abgehalten werden. Damit nicht genug, ist die Warschauer Musikuniversität nach diesem Komponisten benannt, wie auch die Baltische Philharmonie in Danzig. Der internationale Flughafen in Warschau trägt ebenfalls seinen Namen.

Adam Mickiewicz, Juliusz Słowacki und Zygmunt Krasiński sind lediglich drei der vielen Literaten Polens, die es zu Weltruf gebracht haben. Ihre Werke werden der sog. Romantik zugeordnet und entstanden größtenteils der ersten Hälfte des 19. Jh. Mit Henryk Sinkiewicz, Władysław Reymont, Czesław Miłosz und Wisława Szymborska hat es Polen auf 4 Literaturnobelpreisträger gebracht!

Bildende Künste haben in Polen seit langem Tradition, die sich in Reliefs, Holzschnitzereien, Bildhauerei und Malerei manifestieren und in vielen Fällen in Kirchen zu finden sind. Krakau hat sich in diesem Bereich in gewisser Weise eine Vorreiterrolle erworben.

Auch das Theater kommt in Polen nicht zu kurz, aufs ganze Land verteilt gibt es fast 500 Bühnen, recht beachtlich!

Kunst in etwas modernerer Form bietet der Film, der sicher von der Filmhochschule in Łódź enorm profitiert. Der Stellenwert dieser Kunstrichtung zeigt sich durch das Polnische Filmfestival Gdynia, das Internationale Filmfestival Warschau und durch das sog. Krakowski Festiwal Filmowy.

Polen ist übrigens auch für eine andere Kunstrichtung bekannt: Michał Urbaniak ist einer der Protagonisten des Polnischen Jazz. Alljährlich findet im Oktober das Jazz Jamboree Festival statt, das Jazzgrößen aus der ganzen Welt anzieht. So konnte man in Warschau schon Duke Ellington, Ray Charles, Art Blakey und Miles Davis bewundern.