Polnische Schriftsteller und Poeten

Die Schriften polnischer Dichter, die der Nachwelt erhalten blieben, waren mindestens bis ins 15. Jh. in Latein abgefasst. Die ersten namentlich bekannten Dichter, die ihre Schriften auf polnisch verfassten, waren Jan Kochanowski und Mikołaj im 16. Jh., letzterer gilt allgemein als Vater der polnischen Literatur.poland-890431_960_720

Der Nationaldichter Adam Mickiewicz lebte von 1798 bis 1855, also während fremde Mächte Polen aufgeteilt hatten, was sein Wirken stark beeinflusst hat, da er mit seinen Werken ein Verfechter der polnischen Unabhängigkeit war. Während seiner Studienzeit in Vilnius hatte er recht engen Kontakt zur polnischen Freiheitsbewegung. Er unternahm auch mehrere Reisen und traf beispielweise in Moskau mit Alexander Pushkin zusammen, auf einer anderen Reise in Weimar mit Johann Wolfgang von Goethe. Das Adam-Mickiewicz-Institut wurde nach ihm benannt und hat die ehrenvolle Aufgabe, die polnische Kultur im Ausland zu repräsentieren.

Der Schriftsteller Henryk Sienkiewicz erblickte 1846 das Licht der Welt. Neben vielen anderen Werken verfasste er den Roman ,Durch Wüste und Wildnis‘ und im Jahre 1896 den Roman ,Quo Vadis?‘, der ihn weltberühmt machte und der später auch verfilmt wurde. 1905 wurde Sienkiewicz mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, 1916 verstarb er.

Eine 1867 in Warschau geborene polnische Dame ist allgemein unter dem Namen Marie Curie bekannt. Sie war Physikerin und Chemikerin und analysierte zusammen mit Henri Becquerel Uran und stellte dabei radioaktive Strahlung fest. Die Entdeckung der chemischen Elemente Radium und Polonium geht ebenso auf sie (und ihren Ehemann) zurück und sie erhielt sowohl den Nobelpreis für Physik, wie auch für Chemie. Besonders wertvoll sind jedoch die wissenschaftlichen Publikationen, die sie der Nachwelt hinterlassen hat. Marie Curie verstarb im Jahre 1934.

Der Werdegang von Marcel Reich-Ranicki könnte unterschiedlicher nicht sein. 1920 geboren, hat ihn das Schicksal ins Warschauer Ghetto gezwungen, 1943 konnte er fliehen und lebte 2 Jahre versteckt. Nach dem 2. Weltkrieg verfasste er diverse Artikel und Feuilletons und avancierte zum wichtigsten Literaturkritiker im deutschsprachigen Raum seiner Zeit. 2006 wurde ihm der Ehrendoktortitel der Humboldt-Universität in Berlin verliehen. Er nahm 2013 Abschied.

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